Das erste Jahr

Liebe Freunde,

mein erstes Bienenjahr ist vorbei. So einfach wie vorgestellt verlief es leider nicht, ich habe jedoch alle Stolpersteine beseitigen können.

Nachdem ich dem Winter 2016/2017 den theoretischen Kurs zum Jungimker bearbeitet habe, startete im März mein praktischer Kurs.

Ursprünglich wollte ich meine ersten Ableger Ende April kaufen, aber das schlechte Wetter und der Kälteeinbruch um Ostern machte diesen Plan zunichte. Auch der Mai brachte keine Ableger. Die mir bekannten Altimker wollten ihre Völker nicht teilen. Also bekam ich meine ersten Ableger erst mitte Juni.

Die Ableger, bestehend aus Futterwabe, Brutwabe und Leerwabe und Weiselzelle konnte ich direkt in der 10er Dadantkiste bei uns im Garten aufstellen. Da noch nicht allzu viele Flugbienen vorhanden waren fütterte ich bei. Die brutfreie Zeit nutze ich für meine erste Varroabehandlung mittels Milchsäure. Obwohl diese Behandlung etwas zeitintensiver ist, werde ich das auch in Zukunft mit in mein Behandlungskonzept einbauen.

Die Königinne sind bereits am nächsten Tag geschlüpft. Wenige Tage später wartete ich dann auf die ersten Stifte.

Wiederum bedingt durch das schlechte Wetter und die so wahrscheinlich schlecht begattete Königin, haben 2 Ableger gleich mehrere Male still umgeweiselt und dadurch viel Zeit zum Aufbau der Volksstärke verloren.

Die weiteren 3 Ableger konnte ich dann Anfang August in Empfang nehmen. Sie wurden von den Imkern gegen Varroa behandelt und so konnte ich diese Völker an meinem Aussenstand platzieren. Leider ist mir bei einem dieser Ableger die Königin abhanden gekommen. Um das Volk vor Drohnenbrütigkeit zu schützen, blieb mir nur noch die Vereinigung mit einem anderen schwachen Ableger.

Nachdem ich den Sommer über die Völker immer wieder um Rähmchen mit Mittelwänden erweitert habe, begann für mich ende September die Winterauffütterung. Hier war ich ein wenig spät dran. Den Zeitpunkt der Fütterung werde ich 2018 wesentlich früher setzen.

Die Ableger an meinem Heimstand lagerten 16kg pro Volk ein. Mehr wollten die Damen nicht.

Stand 2 bunkerte nur 10 kg pro Volk, kompensierten den Rest jedoch durch die reichhaltige Springkrauttracht.

Jetzt im Winter, nach der erfolgreichen Restentmilbung mit Oxalsäure, sind meine sechs Völker wohlauf. Durch das milde Wetter beginnt die Bruttätigkeit schon wieder. Dadurch verbrauchen die Beinen mehr Futter als geplant, so dass ich die Vorräte im Auge behalten muss, um ggf eine Nachfütterung durchführen zu können.

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