Die lange Nacht der Honigbiene

Der Deuschlandfunk hat der Honigbiene eine sehr interessante Sendung gewidmet. Das Thema wird recht komplex, aber gut verständlich aufgearbeitet.

Neben dem kompletten Skript ist besonders die Hörversion sehr interessant.

Lange Nacht über die Geheimnisse des Honigstaates

Gefunden von Thomas

Imkerei „Der Honigdachs“

Bestäubung Streuobstwiese

Aus unserer Bestäubungsimkerei:

Vorbereitung Rapshonig – ein Spagat

Die Jahresentwicklung und warum der Frühling im Februar nicht das Beste war

Das Wetter spielt uns auch im Jahr 2019 wieder einen Streich nach dem anderen. Imkern nach den Lehrbüchern funktioniert so leider nicht.

Der warme Februar ließ die Trachtpflanzen wieder sehr früh treiben. Die Entwicklung ist bis heute rund zwei Wochen vor dem langjährigen Mittel. Pflanzen können innerhalb kurzer Zeit auf die Reize des Wetters reagieren. Oft reichen wenige warme Tage aus, um die Blüten zu öffenen.

Die Honigbienen in unserer Imkerei reagieren zwar auch auf Sonne, Regen und vor allem Temperaturen aber sie brachen immer 21 Tage um die Entwicklung von Ei bis Biene zu durchlaufen. Sie sind bei der raschen Pflanzenentwicklung also drei Wochen im Rückstand.

Ursache und Wirkung im Detail

  • Feuchter Januar – gute Wasserversorgung für die Pflanzen, Bienen noch in der Wintertraube, einzelne Völker beginnen mit der Bruttätigkeit.
  • Warmer und trockener Februar – der Frühling im zweiten Wintermonat regte die Pflanzen zu massivem Wachstum an. Insbesondere die Weiden als Booster der Völker trieben enorm die Blütenkätzchen bis kurz vor die Vollblüte. Die Bienenvölkerpflegen weiterhin kleinere Brutflächen
  • Nasser und kühler März – Das kühle Wetter bremst die Pflanzenentwicklung ein wenig aus. Trotzdem stehen die Weiden im der letzten Märzdekade in Vollblüte. Das Wetter bietet nur wenige Flugstunden für die Bienen um Pollen sammeln zu können. Diese wichtige Pollenquelle dient den Bienen normalerweise dazu, das Brutgeschäft zu steigern.
  • Durchwachsener April – Wildkirsche und Kulturkirsche beginnen bereits Anfang April mit der Blüte. Der erste Nektar wird eingetragen und die Honigbienen meiner Imkerei beginnen mit der Bautätigkeit. Diesen ersten Blütennektar brauchen die Bienen beinahe komplett für die eigene Versorgung. Der Raps beginnt zwei Wochen zu früh zu blühen. Für die Bestäubungsimkerei ist der Kälteeinbruch ein Problem. Die Obstblüten stehen nur kurz in Vollblüte und drohen zu erfrieren.

Rapsernte 2019?

Ob es 2019 Rapshonig zu ernten gibt hängt jetzt im Wesentlichen von der Wetterentwicklung ab. Mittlerweile haben die Bienenvölker die Entwicklung nahezu aufgeholt. An den Heimständen der Imkerei sind die Honigräume aufgesetzt und die Bienen nehmen den zusätzlichen Raum langsam an.

Auch wenn die Rapsfelder bereits blühen, haben wir und in unserer Imkerei entschlossen, mit der Wanderung in die Tracht noch ein wenig zu warten, weil den Völkern die Ruhe noch gut tut. Da der Raps bei den niedrigen Temperaturen und der trockenen Witterung noch keinen, oder nur sehr wenig Nektar produzieren kann, erwarten wir keine gravierenden Honigverluste.

Die Wetterprognose lässt für die letzten zwei Aprilwochen Rapshonig erwarten.

Schlussendlich arbeiten wir mit der Natur und müssen uns an die Gegebenheiten anpassen.

Euer Honigdachs

Saisonstart 2019

Wow! Anfang April und die Kirschenblüte startet. Für uns Imker ist das ein wichtiges Signal, das nun die Honigbienen Nektar und Pollen finden. Der eiweissreiche Pollen ist der Startschuss für die Königin die Volksstärke zu erhöhen. Sie steigert ihre Lege Aktivität jetzt auf bis zu 2000 Eier am Tag.

Bautrieb

Auch der Bautrieb erwacht jetzt. Brut und Honig brauchen Platz. Die jungen Bienen treten ihren Dienst als Baubienen an un erweitern das Nest um Brutzellen und Honiglager. Das bedeutet für uns, die Honigräume werden aufgesetzt.

Raps bereits in den Startlöchern

Auch die Rapstracht ist dieses Jahr wesentlich früher als normal. Wenn das Wetter hält wandern wir den Raps in einer bis zwei Wochen an. Neben reichem Nektar bietet der Raps mit hochwertigem Pollen eine regelrechte Energienahrung.

Mitte bis Ende Mai wird es den ersten Rapshonig von 2019 geben. Infos dazu folgen.

Imkerwissen und Fortbildung 2019

Neben dem Aufbau meiner Völker, stehen im Jahr 2019 weitere spannende Aufgabenfelder und Forbildungen für mich an. 

  1. Betriebswirtschaftliche Fortbildung „Imkerei als Startup“
  2. Weiterbildung zum zertifizierten Bestäubungsimker
  3. Fachkundeschulung „Ameisenschutzwart“

Über die einzelnen Inhalte werde ich in den kommenden Beiträgen berichten.

Heute starte ich mit der betriebswirtschaftliche Fortbildung „Imkerei als Startup“

Imkerei als Startup

Imkerei als StartUp

Der DEUTSCHER BERUFS UND ERWERBS IMKER BUND E.V. DBIB (http://berufsimker.de) veranstaltet an zwei Wochenenden im Jahr die Imkertage. Die Veranstaltung in Donauschingen im vergangenen Oktober konnte ich leider aus zeitlichen Gründen nicht besuchen.

Am 26. und 27. Januar 2019 finden die Imkertage in Celle statt. Neben einer sehr interessanten Fachmesse finden Vorträge und Workshops statt.

Sehr freue ich mich darauf, an dem Workshop „Imkerei als StartUp – Grundlagen u. Erfahrungsaustausch“ teilnehmen zu können.

Um meine Imkerei auf sichere Füsse stellen und ein unternehmerisch nachhaltiges Konzept verfolgen zu können, werde ich in dem Workshop die Grundlagen zur Betriebsplanung an die Hand bekommen. Als Landwirtschaft unterliegt die Imkerei jedoch anderen Gesetzmäßigkeiten wie klassische StarUps. Diese Unterschiede werden bei den Imkertagen in Celle erarbeitet. 

Die Lerninhalte befassen sich neben der Erstellung eines Businessmodell nach CANVAS mit weiteren Fragen:

  • Logistik von Bienenwanderungen
  • Vermarktungsstrategien
  • Investitionsplanungen
  • Was erwartet die Familie
  • Wie werden Risiken geplant. 


Hier zeigt sich, dass wie die Imkerei zu einem richtigen Betrieb wird und wie sie Naturschutz, Landwirtschaft und Erwerb verbinden lassen.

Ich bin gespannt und freue mich besonders auf den Austausch mit Neben- und Vollerwerbsimkern, die unter Umständen bereits seit Jahrzehnten ihre Familien mit der Imkerei ernähren. Sicherlich folgt auf den Gründerkurs der nächste Schritt!

Neben dem Workshop finden weitere Vorträge statt. Ich werde mir sicherlich noch weiteres wertvolles Wossen aneignen.

Alle interessierten Imker und Nichtimker sind zu den Celler Imkertagen herzlich eingeladen. Das Programm findet ihr auf der Internetseite des Berufsimkerverbandes.

Viele Grüße

Der Honigdachs Thomas

Pflegevölker sind auch Winterfest

Nachdem ich die Völker eines Vereinskollegen während seiner Krankheit versorge, sind jetzt alle auch für den Winter vorbereitet.

Die Ableger und Ersatzköniginnen in den MiniPlus Beuten sehen recht gut aus. Futter ist ausreichend vorhanden und die Varroa hällt sich im Rahmen. 

Ein wenig Sorgen mache ich mir um einige Wirtschaftsvölker. Durch den warmen Herbst, wurde ich vielen Bienenvölkern noch lange gebrütet. Viel Brut bedeutet viel Futter. Die von dem Imker eingefütterte Menge, verbrauchten die Honigbienen schon wieder zu einem großen Teil. Ich musste also nachfüttern.

Der Honigdachs am Bienenvolk
Der Honigdachs mit Beute

Normaler Weise ist es dafür schon zu spät, die Bienen ziehen sich eigentlich schon zur Wintertraube zusammen. In diesem Fall bin ich über die warmen Temperaturen erfreut. Die Völker nehmen noch Futter ab.

Um das „Umarbeiten“, das spalten von Saccarose zu Glukose, den Bienen abzunehmen, habe ich mich dazu entschieden, invertierten Sirup zu füttern. Die Abnahme war gut. Ich konnte bei allen Völkern noch einen zusätzlichen Vorrat von bis zu 5 kg Futter verzeichnen. 

Trotzdem werde ich den Verbrauch diesen Winter im Auge behalten müssen und gegebenenfalls Ende Januar mit weiteren Futtergaben die Bienenvölker unterstützen.

Jetzt bleibt Zeit für Aufräumarbeiten im Lager. Die nächsten Arbeiten an den Völkern erfolgt um Weihnachten herum zur Restentmilbung. 

Neues Imkerwissen in der Winterpause

Auch wenn die Bienen ihren wohl verdienten Winterurlaub genießen, sitze ich nicht untätig rum. Die letzten Arbeiten an den Völkern sind erledigt und ich befasse mich mit der Weiterbildung.

Über den Tellerrand blicken habe ich mich für eine Vortragsreihe des Bienenfachzentrums in Mayen entschieden. Die Fortbildung Veranstaltung wird auch für Fortbildungen für Bienensachverständige anerkannt.

Die Themen im Überblick :

  • Bienenschutz und Pflanzenschutz: aktuelle Ergebnisse und Trends aus Praxis und Forschung
  • Was Imker über Wildbienen, die wilden Schwestern der Honigbiene, schon immer wissen wollten.
  • Bienenkrankheiten kommen und gehen: Erkenntnisse aus dem Deutschen Bienenmonitoring und anderen Projekten
  • Auf Sammeltour, Beobachtungen zum Polleneintrag

Ich hoffe auf interessante Redner aus den Bienen Instituten und freue mich besonders auf den folgenden Erfahrungsaustausch und die Netzwerkarbeit mit weiteren tollen Imkern.

Die Veranstaltung steht allen Imkern offen. Infos unter http://www.bienenkunde.rlp.de

Honig – Gesunde Süssigkeit

Der Honig ist geerntet und es wird Herbst. Das Wetter schlägt so langsam um auf „ungemütlich“. Neben sonnigen Stunden mit Farben die an Honig erinnern, werden sich die nassen und kalten Tage häufen. Es wird Zeit es sich gemütlich zu machen

Honig – Imker naschen mit Mehrwert

Honig enthält mehr als 10 Zuckerarten. Der hohe Anteil an Glucose und Fructose bedeutet einen recht schnellen Energieschub, weitere Zuckerarten sorgen für einen stabilen Blutzuckerspiegel.

Mein Geheimtipp, die Imker – Honig – Nuß:

Süsses vom Imker: Walnuss mit Honig
  • Lieblingshonig (z.B. Heidehonig)
  • Heimische Walnüsse, vorzugsweise vom Nachbarn

Die getrockneten Walnüsse vorsichtig auf einem passenden Teller drapieren, jetzt wird der Honig aus einer Höhe von cirka 5 cm mit der gebotenen Ehrfurcht über die Nüsse fliessen gelassen. Wenn ihr lieber einen cremigen Honig habt, könnt ihr auch mit einem Löffel zart die Nuss einstreichen.

Unter einer bequemen Kuscheldecke dürft ihr nach ausgiebiger Betrachtung des Honig Arragements den Duft, ohne zu kosten, tief durch die Nase einatmen. Stellt euch nun den sanft nussigen Geschmack mit dem tollen Honig vor.

Wenn euch jetzt das Wasser im Munde zusammenläuft, GUTEN APPETIT!

Bitte hinterlasst doch einen Kommentar oder zeigt eure Honig – Walnuss -Genuss – Fotos auf unserer Facebookseite mit dem Hashtag #naschenmitdemdachs

Mit bieniegen Grüßen

Euer Honigdachs

ab 2019: Bienenschutz für Unternehmen und Privat jetzt vormerken
http://www.deine-biene.de

Produktpalette 2019

Liebe Kunden und Honigfeinschmecker,

Die Bienensaison 2018 ist vorüber, die Bienen unserer Imkerei sind in ihrem wohl verdienten Winterurlaub.

Wir planen jedoch bereits das kommende Jahr. Um Ihren Wünschen gerecht zu werden, möchten wir Sie bitten, Ihre Wünsche uns mitzuteilen.

Um einen repräsentativen Überblick zu bekommen, teilen Sie bitte unsere Umfrage in den sozialen Medien.

Mit bienigen Grüssen

Der Honigdachs Thomas Beissel

Coming Soon
Welche Bienen Produkte möchten Sie / möchtest du 2019 von der Imkerei "Der Honigdachs" gerne probieren?
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Ein verlorenes Volk

Auch das gehört zu der Imkerei. ????

Links: kämpfende Bienen, Mittig: verengtes Flugloch

Dieses schwache Volk wird von fremden Bienen ausgeräubert. Links im Bild sind kämpfenden Bienen zu sehen. Die Bewegungen sind sehr schnell und wirken hektisch.

Obwohl der Eingang zur Bienenwohnung so klein ist, dass nur eine Biene durch passt, setzen sich die Hausherren nicht mehr zur Wehr, ganz so, als ob das Volk resigniert hat.

Bei der Durchsicht müsste ich feststellen, das der gesamten Wintervorrat geplündert wurde. Das Volk ist verloren!

Ich werde nun das Bienenvolk auflösen. Die alte Königin wird entfernt. Von allen  Waben werden die Bienen einige Meter vom der alten Beute ins Gras abgestoßen und die alte Kiste vom Stand entfernt. Die Bienen fliegen zurück und finden Ihre Wohnung nicht mehr vor. Jetzt „betteln“ Sie in andere Völker ein.

Die Brut auf den Waben wird anderen Völkern zur Verstärkung gegeben. auch wenn das nicht meine liebste Arbeit ist, muss sie erledigt werden.

mit bieniegen Grüßen

Euer Honigdachs

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