Saisonstart 2019

Wow! Anfang April und die Kirschenblüte startet. Für uns Imker ist das ein wichtiges Signal, das nun die Honigbienen Nektar und Pollen finden. Der eiweissreiche Pollen ist der Startschuss für die Königin die Volksstärke zu erhöhen. Sie steigert ihre Lege Aktivität jetzt auf bis zu 2000 Eier am Tag.

Bautrieb

Auch der Bautrieb erwacht jetzt. Brut und Honig brauchen Platz. Die jungen Bienen treten ihren Dienst als Baubienen an un erweitern das Nest um Brutzellen und Honiglager. Das bedeutet für uns, die Honigräume werden aufgesetzt.

Raps bereits in den Startlöchern

Auch die Rapstracht ist dieses Jahr wesentlich früher als normal. Wenn das Wetter hält wandern wir den Raps in einer bis zwei Wochen an. Neben reichem Nektar bietet der Raps mit hochwertigem Pollen eine regelrechte Energienahrung.

Mitte bis Ende Mai wird es den ersten Rapshonig von 2019 geben. Infos dazu folgen.

Imkerwissen und Fortbildung 2019

Neben dem Aufbau meiner Völker, stehen im Jahr 2019 weitere spannende Aufgabenfelder und Forbildungen für mich an. 

  1. Betriebswirtschaftliche Fortbildung „Imkerei als Startup“
  2. Weiterbildung zum zertifizierten Bestäubungsimker
  3. Fachkundeschulung „Ameisenschutzwart“

Über die einzelnen Inhalte werde ich in den kommenden Beiträgen berichten.

Heute starte ich mit der betriebswirtschaftliche Fortbildung „Imkerei als Startup“

Imkerei als Startup

Imkerei als StartUp

Der DEUTSCHER BERUFS UND ERWERBS IMKER BUND E.V. DBIB (http://berufsimker.de) veranstaltet an zwei Wochenenden im Jahr die Imkertage. Die Veranstaltung in Donauschingen im vergangenen Oktober konnte ich leider aus zeitlichen Gründen nicht besuchen.

Am 26. und 27. Januar 2019 finden die Imkertage in Celle statt. Neben einer sehr interessanten Fachmesse finden Vorträge und Workshops statt.

Sehr freue ich mich darauf, an dem Workshop „Imkerei als StartUp – Grundlagen u. Erfahrungsaustausch“ teilnehmen zu können.

Um meine Imkerei auf sichere Füsse stellen und ein unternehmerisch nachhaltiges Konzept verfolgen zu können, werde ich in dem Workshop die Grundlagen zur Betriebsplanung an die Hand bekommen. Als Landwirtschaft unterliegt die Imkerei jedoch anderen Gesetzmäßigkeiten wie klassische StarUps. Diese Unterschiede werden bei den Imkertagen in Celle erarbeitet. 

Die Lerninhalte befassen sich neben der Erstellung eines Businessmodell nach CANVAS mit weiteren Fragen:

  • Logistik von Bienenwanderungen
  • Vermarktungsstrategien
  • Investitionsplanungen
  • Was erwartet die Familie
  • Wie werden Risiken geplant. 


Hier zeigt sich, dass wie die Imkerei zu einem richtigen Betrieb wird und wie sie Naturschutz, Landwirtschaft und Erwerb verbinden lassen.

Ich bin gespannt und freue mich besonders auf den Austausch mit Neben- und Vollerwerbsimkern, die unter Umständen bereits seit Jahrzehnten ihre Familien mit der Imkerei ernähren. Sicherlich folgt auf den Gründerkurs der nächste Schritt!

Neben dem Workshop finden weitere Vorträge statt. Ich werde mir sicherlich noch weiteres wertvolles Wossen aneignen.

Alle interessierten Imker und Nichtimker sind zu den Celler Imkertagen herzlich eingeladen. Das Programm findet ihr auf der Internetseite des Berufsimkerverbandes.

Viele Grüße

Der Honigdachs Thomas

Neues Imkerwissen in der Winterpause

Auch wenn die Bienen ihren wohl verdienten Winterurlaub genießen, sitze ich nicht untätig rum. Die letzten Arbeiten an den Völkern sind erledigt und ich befasse mich mit der Weiterbildung.

Über den Tellerrand blicken habe ich mich für eine Vortragsreihe des Bienenfachzentrums in Mayen entschieden. Die Fortbildung Veranstaltung wird auch für Fortbildungen für Bienensachverständige anerkannt.

Die Themen im Überblick :

  • Bienenschutz und Pflanzenschutz: aktuelle Ergebnisse und Trends aus Praxis und Forschung
  • Was Imker über Wildbienen, die wilden Schwestern der Honigbiene, schon immer wissen wollten.
  • Bienenkrankheiten kommen und gehen: Erkenntnisse aus dem Deutschen Bienenmonitoring und anderen Projekten
  • Auf Sammeltour, Beobachtungen zum Polleneintrag

Ich hoffe auf interessante Redner aus den Bienen Instituten und freue mich besonders auf den folgenden Erfahrungsaustausch und die Netzwerkarbeit mit weiteren tollen Imkern.

Die Veranstaltung steht allen Imkern offen. Infos unter http://www.bienenkunde.rlp.de

Ein verlorenes Volk

Auch das gehört zu der Imkerei. ????

Links: kämpfende Bienen, Mittig: verengtes Flugloch

Dieses schwache Volk wird von fremden Bienen ausgeräubert. Links im Bild sind kämpfenden Bienen zu sehen. Die Bewegungen sind sehr schnell und wirken hektisch.

Obwohl der Eingang zur Bienenwohnung so klein ist, dass nur eine Biene durch passt, setzen sich die Hausherren nicht mehr zur Wehr, ganz so, als ob das Volk resigniert hat.

Bei der Durchsicht müsste ich feststellen, das der gesamten Wintervorrat geplündert wurde. Das Volk ist verloren!

Ich werde nun das Bienenvolk auflösen. Die alte Königin wird entfernt. Von allen  Waben werden die Bienen einige Meter vom der alten Beute ins Gras abgestoßen und die alte Kiste vom Stand entfernt. Die Bienen fliegen zurück und finden Ihre Wohnung nicht mehr vor. Jetzt „betteln“ Sie in andere Völker ein.

Die Brut auf den Waben wird anderen Völkern zur Verstärkung gegeben. auch wenn das nicht meine liebste Arbeit ist, muss sie erledigt werden.

mit bieniegen Grüßen

Euer Honigdachs

Das erste Jahr

Liebe Freunde,

mein erstes Bienenjahr ist vorbei. So einfach wie vorgestellt verlief es leider nicht, ich habe jedoch alle Stolpersteine beseitigen können.

Nachdem ich dem Winter 2016/2017 den theoretischen Kurs zum Jungimker bearbeitet habe, startete im März mein praktischer Kurs.

Ursprünglich wollte ich meine ersten Ableger Ende April kaufen, aber das schlechte Wetter und der Kälteeinbruch um Ostern machte diesen Plan zunichte. Auch der Mai brachte keine Ableger. Die mir bekannten Altimker wollten ihre Völker nicht teilen. Also bekam ich meine ersten Ableger erst mitte Juni.

Die Ableger, bestehend aus Futterwabe, Brutwabe und Leerwabe und Weiselzelle konnte ich direkt in der 10er Dadantkiste bei uns im Garten aufstellen. Da noch nicht allzu viele Flugbienen vorhanden waren fütterte ich bei. Die brutfreie Zeit nutze ich für meine erste Varroabehandlung mittels Milchsäure. Obwohl diese Behandlung etwas zeitintensiver ist, werde ich das auch in Zukunft mit in mein Behandlungskonzept einbauen.

Die Königinne sind bereits am nächsten Tag geschlüpft. Wenige Tage später wartete ich dann auf die ersten Stifte.

Wiederum bedingt durch das schlechte Wetter und die so wahrscheinlich schlecht begattete Königin, haben 2 Ableger gleich mehrere Male still umgeweiselt und dadurch viel Zeit zum Aufbau der Volksstärke verloren.

Die weiteren 3 Ableger konnte ich dann Anfang August in Empfang nehmen. Sie wurden von den Imkern gegen Varroa behandelt und so konnte ich diese Völker an meinem Aussenstand platzieren. Leider ist mir bei einem dieser Ableger die Königin abhanden gekommen. Um das Volk vor Drohnenbrütigkeit zu schützen, blieb mir nur noch die Vereinigung mit einem anderen schwachen Ableger.

Nachdem ich den Sommer über die Völker immer wieder um Rähmchen mit Mittelwänden erweitert habe, begann für mich ende September die Winterauffütterung. Hier war ich ein wenig spät dran. Den Zeitpunkt der Fütterung werde ich 2018 wesentlich früher setzen.

Die Ableger an meinem Heimstand lagerten 16kg pro Volk ein. Mehr wollten die Damen nicht.

Stand 2 bunkerte nur 10 kg pro Volk, kompensierten den Rest jedoch durch die reichhaltige Springkrauttracht.

Jetzt im Winter, nach der erfolgreichen Restentmilbung mit Oxalsäure, sind meine sechs Völker wohlauf. Durch das milde Wetter beginnt die Bruttätigkeit schon wieder. Dadurch verbrauchen die Beinen mehr Futter als geplant, so dass ich die Vorräte im Auge behalten muss, um ggf eine Nachfütterung durchführen zu können.

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